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Tipps und Informationen
Elektronische
Kennzeichnung von Tieren
Pro Jahr gehen in Deutschland
100.000 bis 300.000 Hunde und Katzen verloren. Entweder entlaufen
sie oder werden gestohlen! Die meisten dieser Tiere sind für Frauchen
oder Herrchen für immer verloren, da die Besitzer nicht ausfindig
gemacht werden können. Was kann man dagegen tun? Zum einen gibt
es Adresshülsen oder Plaketten, die am Halsband befestigt werden. Diese
Art der Kennzeichnung geht jedoch sehr leicht verloren. Zum anderen
gibt es die Tätowierung. Nach dem neuen Tierschutzgesetz dürfen allerdings
Welpen
ab einem Alter von 14 Tagen nur noch in Narkose tätowiert werden! Das ist ein ziemlich hoher Aufwand
und bedeutet gleichzeitig Schmerzen für das Tier. Häufig verblassen
die Tätowierun- gen mit der Zeit und sind dann kaum noch ablesbar
oder sie können gefälscht werden. Die modernste und beste Lösung
ist zum heutigen Zeitpunkt die Kennzeichnung mit einem elektronischen
Transponder. Diese Art der Kennzeichnung belastet die Tiere kaum,
ist fälschungssicher und ist das ganze Leben lang einfach ablesbar.
Die einmalig auf der Welt vorkommende Nummer sollte bei einer zentralen
Registrierstelle (z.B. bei TASSO, siehe bei den Links) zusammen
mit der Anschrift des Besitzers hinterlegt werden. Dadurch
können entlaufene Tiere schnell ihrem Besitzer wieder zugeführt
werden. Das klappt selbst bei Tieren, die im Ausland entlaufen,
da der Transponder einen Herkunftsländer-Code enthält. Die
wichtigsten Gründe für eine Kennzeichnung liegen auf der Hand:
1.
zur Identifizierung des Tieres bei Verlust
2.
zum sicheren Eigentumsnachweis
3.
zum eindeutigen Abstammungsnachweis für Zuchtdokumente
4.
zum reibungslosen Ablauf bei Reisen in das Ausland
5.
ist die elektronische Kennzeichnung in den meisten Bundesländern
für die als gefährlich eingestuften Rassen und bei
ALLEN
Hunden, die eine Schulterhöhe von über 40cm und/oder ein Körpergewicht
von über 20kg haben, zwingend
vorgeschrieben.
Und
wie funktioniert diese Kennzeichnung? Das Tier wird mit einem Mikrochip
markiert in dem eine 15-stellige einmalig auf der Welt vorkommende
Nummer gespeichert ist. (Die ersten 3 Ziffern sind der Länder-Code.
Für Deutschland: 276) Und so sieht z.B. der nur 13,3 x 2mm Backhome-Transponder
der Firma Virbac aus, der aus Mikrochip, Antenne und Bio-Glaskapsel
besteht:

Fast
alle Haustiere, selbst Reptilien und Fische können einen solchen
Transponder bekommen. Zum schnellen Auffinden wird bei Hunden,
Katzen und Nagern der Transponder von ihrer Tierärztin oder ihrem
Tierarzt an der linken Halsseite mit einem Applikator wie bei einer
Injektion unter die Haut appliziert. Bis auf den Einstich erleiden
die Tiere keine Schmerzen. Der Transponder ist äußerlich
nicht sichtbar und verwächst mit dem Bindegewebe. Eine Wanderung
findet nicht statt. Der Mikrochip sendet aktiv keine Signale aus.
Nur mit entsprechenden genormten Lesegeräten, die die meisten Tierheime,
Tierärzte und Grenzstationen besitzen, wird die Markierung lesbar.
Übrigens können diese Lesegeräte auch von Privatpersonen und Vereinen
gekauft werden.
Quelle:
Broschüre
"Individuell
wie Ihr Tier" der Firma Virbac, Bad Oldesloe

Wie
alt ist Ihr Hund oder Ihre Katze in Menschenjahren ?
Immer wieder werden
wir gefragt:
Wie alt wäre mein Hund oder meine Katze als Mensch? Hier die Antwort
!

Man sieht deutlich, dass die Lebenserwartung eines
großen Hundes signifikant niedriger als bei kleineren Hunden oder
Katzen ist. Bedenken Sie auch das bei der Anschaffung eines Tieres.

Flohbefall und
die Behandlung...
Flöhe sind blutsaugende Insekten. Die weiblichen
Flöhe legen ihre Eier ins Fell der Wirtstiere ab. Die Floheier
fallen zu Boden und sammeln sich besonders an den Ruheplätzen an.
Aus den Floheiern entstehen Flohlarven, daraus entwickeln
sich Flohpuppen, aus denen dann Flöhe schlüpfen. Flohlarven
ernähren sich hauptsächlich von Flohkot. Erwachsene Flöhe
saugen Blut. Flohbefall ist nicht immer leicht zu entdecken. Bei
langhaarigen Katzen und Hunden sind einzelne, schnell durch das
Haarkleid fliehende Flöhe leicht zu übersehen. Einen guten
Hinweis auf Flohbefall gibt der im Fell verbleibende ca. 1-3 mm
lange, strangförmige, braunschwarze Flohkot. Man kann den Flohkot
mit einem Tropfen Wasser auf ein weißes Papier geben und zerdrücken.
Am Rand erkennt man dann eine typische rotbraune Färbung,
die durch den hohen Blutanteil des Flohkots zustande kommt, der
sich in Wasser löst. Massiver Flohbefall kann zu juckenden Hautentzündungen
führen. Einzelne Patienten entwickeln eine Flohspeichelallergie.
Allergische Tiere reagieren auch dann mit starkem Juckreiz
und Ekzemen, wenn sie nur ein einziger Floh sticht.
Bei der Bekämpfung unterscheidet man
1. die Flohbekämpfung am Tier
2. die Flohbekämpfung in der Umgebung
3. die Bandwurmbekämpfung
Die Flohbekämpfung an Hund oder Katze kann durch
Kämmen mit einem speziellen Flohkamm, Insektizidhalsbänder, Puder
und Sprays erfolgen. Bestimmte Medikamente können eingegeben oder
auf die Haut aufgetragen werden (systemische Behandlung). Als besonders
einfach in der Anwendung haben sich die sogenannten Spot on Präparate
erwiesen. Sie werden meist einmal monatlich auf die Nackenhaut geträufelt.
Das Mittel gelangt ins Blut und wird beim Saugen aufgenommen. Tiere,
die auf solche Weise behandelt werden, sollten vorübergehend (bis
das Mittel angetrocknet ist) nicht mit Kindern in Kontakt kommen.
Neben der Flohbehandlung am Tier sollen auch die heranwachsenden
Flöhe aus der Umgebung entfernt werden. Durch regelmäßiges,
gründliches Staubsaugen der Teppichböden sowie Waschen der Decken
werden Floheier, Larven und Puppen weitgehend entfernt. Bei
starkem Flohbefall kann ein Insektizid in Form von Sprays oder sogenannten
Foggern, die sich selbsttätig vernebeln, für die Flohbekämpfung
in der Wohnung eingesetzt werden. Dabei werden vorzugsweise
der Bereich der Liegeplätze sowie Ecken und Ritzen eingesprüht.
Auch das Auto sollte nicht vergessen werden.
Wichtig:
Der
Floh ist Zwischenwirt des Gurkenkernbandwurms. Hunde und Katzen
nehmen Flöhe bei ihrer täglichen Fellreinigung auf und schlucken
sie ab. Die im Floh enthaltenen Jungstadien entwickeln sich
im Darm zu erwachsenen Bandwürmern. Hunde und Katzen sollten daher
im Rahmen der Flohbekämpfung auch ein Mittel gegen Bandwürmer bekommen.


Das
Schlittenfahren
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Häufig
beobachten Hundebesitzer, dass sich ihr Liebling auf sein Hinterteil
setzt, die Hinterbeine etwas anhebt und so über den Boden rutscht.
Diesen Vorgang bezeichnet man als Schlittenfahren. Viele Hundebesitzer
glauben, dass es sich dabei um einen Befall mit Würmern handelt.
Das trifft jedoch in den seltensten Fällen zu (nur wenn der Hund
Bandwürmer hat, und die reifen Glieder aus dem Anus herauskommen)
Diese Glieder würden Sie mit bloßem Auge erkennen können. In den
allermeisten Fällen kommt das Schlittenfahren jedoch von verstopften
oder entzündeten Analdrüsen. Hunde haben beiderseits des Anus eine
Drüse (Anal- oder Duftdrüse). Diese Drüsen produzieren ständig ein
dünnflüssiges, für die menschliche Nase ausgesprochen übelriechendes
Sekret. Hunde "denken" darüber allerdings völlig anders. Für sie ist dieser
Duft sehr interessant und dient als Erkennungszeichen zwischen den Artgenossen.
Darum beschnuppern sich Hunde gegenseitig in dieser Region und fächeln
sich den Geruch durch Schwanzwedeln zu. Das Sekret wird durch Druck
beim Kotabsatz aus den Drüsen abgegeben. Ist der Kot zu weich, dickt
das Sekret ein, nimmt dann eine pastöse Konsistenz an und kann nicht
mehr entleert werden, weil die kleinen Drüsenausgänge verstopfen.
Das verursacht beim Hund ein unangenehmes Druckgefühl, und
das führt dann zum intensiven Belecken der Analregion oder zum Schlittenfahren.
Beides kann dann zu Irritationen der Drüsenumgebung führen. Die
prallgefüllten Drüsen entzünden sich und es kann zu einem Abszess
kommen, der sich nach außen entleert. Sollten Sie also ihren Hund
Schlittenfahren sehen, dann lassen Sie von Ihrer Tierärztin oder
ihrem Tierarzt die Analdrüsen Ihres Hundes ausdrücken und bei Bedarf
die Entzündung behandeln.
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Der
neue EU-Heimtierausweis
Besitzer von Hunden, Katzen und Frettchen
können in diesem Sommer weiter wie bisher mit ihren Haustieren verreisen.
Bis zum 1. Oktober 2004 gelten für sie die gewohnten nationalen
Regelungen. Im November vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission
einen europaweiten "Haustierausweis" beschlossen, der
das Reisen mit Tieren in Europa einfacher machen sollte. Allerdings
waren die meisten Mitgliedstaaten nicht in der Lage, die neue Regelung
zum vereinbarten
Starttermin am 3. Juli 2004 umzusetzen. Ab 1. Oktober
2004 gelten dann in der EU weitgehend einheitliche Regeln für Haustiere
auf Reisen. Hunde, Katzen
und Frettchen müssen dann mit
Mikrochip (ISO-Norm 11784 oder 11785) oder - übergangsweise noch
bis zum Jahr 2011- durch Tätowierung gekennzeichnet sein. Es muss
für sie ein neuer, einheitlich gestalteter Heimtierausweis mitgeführt
werden, aus dem die gültige Tollwutimpfung hervorgeht. Weitere Impfungen
sind nicht vorgeschrieben, können aber in diesen Pass eingetragen
werden. Für andere Haustierarten gilt dieser Pass nicht.
Irland, Schweden und das Vereinigte Königreich
dürfen noch für eine Übergangszeit von mindestens fünf Jahren darüber
hinausgehende Anforderungen stellen, zum Beispiel die Bestimmung
des Tollwut-Titers. EU- Mitgliedsstaaten, die bisher bereits besondere
Vorschriften hinsichtlich Echinokokkose oder Zecken hatten, dürfen
diese übergangsweise für fünf Jahre beibehalten.
Bei Tieren, die bereits gekennzeichnet und/oder
geimpft sind, kann der Tierarzt die Angaben vom gelben "Internationalen
Impfpass“ in den neuen blauen EU-Heimtierausweis übertragen.
Wichtiger Hinweis: Die
Impfpässe müssen schon beim Druck individuell durchnummeriert werden,
dies führt zu höheren Herstellungskosten. Daher ist die Austellung
nicht mehr unentgeltlich, sondern wird nach der gültigen Gebührenordnung
für Tierärzte berechnet, und die Kosten müssen leider vom Tierhalter
getragen werden. Die Ausstellung des neuen
EU-Passes ist ohne Kennzeichnung des Tieres nicht möglich. Die neuen
Pässe sind ab sofort in unserer Praxis vorhanden.


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